Ich habe grade ein bisschen Zeit und kann ein bisschen was von den ersten Tagen berichten.
Dieses Land ist wirklich unglaublich interessant! Es gibt so viel zu entdecken und man fühlt sich wirklich ein bisschen wie ein Kleinkind, weil man kaum was versteht. Da gerät selbst das Einkaufen zu einem Abenteuer. Man weiß nie genau, was man jetzt eingekauft hat ;) Aber die Leute sind wirklich freundlich und können einem meistens weiterhelfen. Es ist wirklich praktisch ein wenig Japanisch Kenntnisse zu haben. Das Englisch ist fast genauso schwer zu verstehen, wenn überhaupt Englisch gesprochen wird. Aber irgendwie kommt man immer über die Runden. Angeblich gibt es aber hier in der Nähe einen von Freiwilligen angebotenen Sprachkurs für 1€ die Stunde. Das werde ich mir nochmal genauer angucken.
| Blick aus meinem Apartment Fenster auf den Bambus Wald und das Viertel Center-Kita |
Die Arbeit ist im Moment noch nicht so interessant, weil es noch nicht so viel zu tun gibt. Aber auch hier sind die Kollegen super freundlich und es arbeiten viele Deutsche hauptberuflich dort. Auch der Chef ist ein Deutscher, sodass man doch überraschend viel Deutsch redet und hört. Mal sehen, was mich nächste Woche erwartet. Das Gehalt bekommt man interessanterweise immer in bar auf die Hand. Es lohnt sich nicht in Japan ein Konto einzurichten und auf ausländische Konten überweisen die nicht.
Das Haus liegt mitten in einem Wohngebiet auf einem Hügel und ist dementsprechend ruhig. Aus meinem Fenster habe ich einen guten Blick auf das Viertel Center-Kita mit dem Bahnhof und einem Riesenrad auf dem Dach. Die Bahnhöfe hier sind auch wahnsinnig. Während in Deutschland Bahnhöfe eher runtergekommen sind, sind die hier eine Mischung aus Einkaufszentrum und Vergüngungsviertel. Und das bei praktisch jedem(!) U-Bahnhof. Außerdem sind die wirklich riesig! In Shibuya habe ich mich prompt verlaufen. Der Bahnhof in Shinjuku soll noch schlimmer sein. Angeblich hat dieser Bahnhof ein Personenaufkommen von 2-3 Millionen Leuten am Tag.
| Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya in Tokio |
Meine Freizeit hält sich im Moment noch in Grenzen. Ich muss jeden Tag von 9.00 bis 18.00 arbeiten und laufe zur Arbeit ~35 Minuten. Vielleicht kaufe ich mir noch ein Fahrrad, dann geht das schneller. Abends sitzt man noch mit den anderen Bewohnern des Hauses (~50% Japaner) in der Küche. Ich muss noch unbedingt das japanische Kochen lernen. Das Essen ist hier wirklich unheimlich lecker. Komischerweise esse ich aber ziemlich wenig. Brot ist hier verdammt teuer (~3,50 € für ein stinknormales Baguette) sodass man schon zum Frühstück Nigiris (Reisbällchen) isst. Gewöhnungsbedürftig. Mittags kann man sich bei der Arbeit ein Obentou für ~5 € bestellen. Das ist ein kleines Lunchpaket die in Japan sehr beliebt sind. Generell sind die Preise hier sehr hoch. 2,50 € für einen Apfel im Supermarkt ist schon eine Hausnummer. Praktisch sind die Getränkeautomaten die es an jeder Straßenecke gibt. Spätestens nach 200m hat man wieder einen gefunden. Die Preise dort sind mit denen in Deutschland vergleichbar.
Ich bin wirklich gespannt was mich hier noch alles erwartet. Im Moment bin ich wirklich begeistert! Morgen werde ich wohl noch nach Tokio reinfahren.
じゃ、またね。
ジモン (Simon)
Hallo Simon!
AntwortenLöschenFreut mich, dass es dir schon so gut gefällt. Ach, und deine ersten Eindrücke erinnern mich sooo sehr an meine ersten Tage in Fukuoka! Ist total ähnlich, was du schreibst.
Tip: Gehe zum Lebensmittel einkaufen wirklich in die großen Supermärkte (nicht die konbinis) und dort kannst du auch O-bentos kaufen und dann am nächsten Tag mitnehmen. Das ist billiger. Und wenn du abends spät zum Supermarkt gehst, bekommst du oft preisreduzierte Sachen, die zB am nächsten Tag ablaufen. Kannst du in aller Ruhe essen (selbst nen Tag drüber noch), die Japaner sind sehr gründlich was Lebensmittelqualität angeht.
So, dann mal noch viel Spaß!!! Ich beneide diiiiich!!!
Lisa aus Rheine ^^