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Samstag, 11. August 2012

Chinatown und Minatomirai

Hallo Leute!

Heute gab es viel zu sehen. Da ich aber faul bin, gibt es heute nur einen Link zu den Bilder ;) Vielleicht schreibe ich später nochmal was dazu...

Klick mich!

Und hier noch ein kleines Video:


Donnerstag, 9. August 2012

Teuer teuer...

みんなさんこんばんは、
Ich sitze hier grade schön gemütlich in der Küche und dachte mir, ich könnte ja nochmal was schreiben. Schonmal vorweg: Ich werde nicht so regelmäßig schreiben wie ihr und ich das wahrscheinlich gerne würden. Mir fehlt einfach die Zeit. Die Arbeit spannt einen gewaltig ein.

Dienstag waren wir mit den anderen Praktikanten vom TÜV bei Philippe (ein Praktikant aus Frankreich) im Apartement. Alter, was ein Luxus! Dagegen erscheint meine Wohnung wie eine Bruchbude. Dort gibt es eine Riesenwohnzimmer, eine Riesenküche, einen Tanzraum, einen Kinosaal und so weiter und sofort. Der Preis ist natürlich höher als bei mir, aber immer noch im erträglichen Rahmen. Allerdings kommt das Haus ein wenig snobig rüber. Sogar die Stühle haben Socken (siehe Bild). Eingeladen waren die Japanisch Lehrer (ich erwähnte den Kurs bereits im letzten Post). Es gab ein richtig ordentliches, frisch zubereitetes Festmahl, dessen Namen ich leider wieder vergessen habe. Ich weiß nur noch, dass es wirklich lecker war ;) Jedenfalls geht der Japanisch Kurs Anfang September wieder los und der kostet wirklich nur 100 Yen pro Stunde. 
Anschließend ging es noch in eine Bar. Dort haben wir gelernt, dass man den Preislisten niemals trauen sollte. Während draußen noch 400 Yen pro Bier angeschlagen war, lief es auf über 800 Yen hinaus. Das sind immerhin über 8 Euro für ein Bier! Falls nochmal jemand nach Japan kommt und sieht ビール400円~ sollte gewarnt sein, dass "~" für "ab" steht...

Heute habe ich mir endlich ein Handy zugelegt. Dennis hat mir sein Altes hier gelassen sodass ich nur noch eine SIM Karte besorgen musste. Aber auch das ist hier wirklich teuer. Für eine Prepaidkarte bezahlt man  3000 Yen und die ist nur 60 Tage gültig. Eine Minute Gespräch kostet dann ~1 €. Aber ohne Handy kommt man hier nicht aus.

So, das war's erstmal für heute, vielleicht gibt es später noch mal was neues.




Samstag, 4. August 2012

Erste Eindrücke

みんなさん、こんにちは!
Ich habe grade ein bisschen Zeit und kann ein bisschen was von den ersten Tagen berichten.

Dieses Land ist wirklich unglaublich interessant! Es gibt so viel zu entdecken und man fühlt sich wirklich ein bisschen wie ein Kleinkind, weil man kaum was versteht. Da gerät selbst das Einkaufen zu einem Abenteuer. Man weiß nie genau, was man jetzt eingekauft hat ;) Aber die Leute sind wirklich freundlich und können einem meistens weiterhelfen. Es ist wirklich praktisch ein wenig Japanisch Kenntnisse zu haben. Das Englisch ist fast genauso schwer zu verstehen, wenn überhaupt Englisch gesprochen wird. Aber irgendwie kommt man immer über die Runden. Angeblich gibt es aber hier in der Nähe einen von Freiwilligen angebotenen Sprachkurs für 1€ die Stunde. Das werde ich mir nochmal genauer angucken.
Blick aus meinem Apartment Fenster auf den Bambus Wald und das Viertel Center-Kita
 Hier im Haus wohnt noch ein Deutscher, der auch bein TÜV arbeitet, allerdings arbeitet der in der Marketing Abteilung, sodass ich ihn normalerweise immer nur morgens und abends sehe. Praktisch ist, dass er ziemlich gut Japanisch reden kann (wie eigentlich alle "Ausländer" in diesem Haus). Bevor ich nach Japan gekommen bin hatte ich noch Kontakt zu einem andern Hiwi vom MedIT der hier gearbeitet hat (Dennis). Dennis hat mich hier in Empfang genommen und mir einige seiner Sachen da gelassen (Tuperdosen, Essen, Bettdecke etc...) Danke nochmal dafür!!
Die Arbeit ist im Moment noch nicht so interessant, weil es noch nicht so viel zu tun gibt. Aber auch hier sind die Kollegen super freundlich und es arbeiten viele Deutsche hauptberuflich dort. Auch der Chef ist ein Deutscher, sodass man doch überraschend viel Deutsch redet und hört. Mal sehen, was mich nächste Woche erwartet. Das Gehalt bekommt man interessanterweise immer in bar auf die Hand. Es lohnt sich nicht in Japan ein Konto einzurichten und auf ausländische Konten überweisen die nicht.

Das Haus liegt mitten in einem Wohngebiet auf einem Hügel und ist dementsprechend ruhig. Aus meinem Fenster habe ich einen guten Blick auf das Viertel Center-Kita mit dem Bahnhof und einem Riesenrad auf dem Dach. Die Bahnhöfe hier sind auch wahnsinnig. Während in Deutschland Bahnhöfe eher runtergekommen sind, sind die hier eine Mischung aus Einkaufszentrum und Vergüngungsviertel. Und das bei praktisch jedem(!) U-Bahnhof. Außerdem sind die wirklich riesig! In Shibuya habe ich mich prompt verlaufen. Der Bahnhof in Shinjuku soll noch schlimmer sein. Angeblich hat dieser Bahnhof ein Personenaufkommen von 2-3 Millionen Leuten am Tag.
Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya in Tokio
Das Wetter ist hier noch sehr gewöhnungsbedürftig. Um 9 Uhr ist es schon über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist auch sehr unangenehm, sodass man wirklich sehr schnell anfängt zu schwitzen. Zum Glück gibt es Klimaanlagen, die in Gebäuden für ein einigermaßen erträgliches Klima sorgen. Ich habe mir auch den wettertechnisch ungünstigsten Zeitpunkt zum anfangen ausgesucht. Der August ist der wärmste Monat. Komisch ist auch, dass um 20.00 es schon zappenduster ist und die Sonne schon um 4.00 morgens aufgegangen ist.
Meine Freizeit hält sich im Moment noch in Grenzen. Ich muss jeden Tag von 9.00 bis 18.00 arbeiten und laufe zur Arbeit ~35 Minuten. Vielleicht kaufe ich mir noch ein Fahrrad, dann geht das schneller. Abends sitzt man noch mit den anderen Bewohnern des Hauses (~50% Japaner) in der Küche. Ich muss noch unbedingt das japanische Kochen lernen. Das Essen ist hier wirklich unheimlich lecker. Komischerweise esse ich aber ziemlich wenig. Brot ist hier verdammt teuer (~3,50 € für ein stinknormales Baguette) sodass man schon zum Frühstück Nigiris (Reisbällchen) isst. Gewöhnungsbedürftig. Mittags kann man sich bei der Arbeit ein Obentou für ~5 € bestellen. Das ist ein kleines Lunchpaket die in Japan sehr beliebt sind. Generell sind die Preise hier sehr hoch. 2,50 € für einen Apfel im Supermarkt ist schon eine Hausnummer. Praktisch sind die Getränkeautomaten die es an jeder Straßenecke gibt. Spätestens nach 200m hat man wieder einen gefunden. Die Preise dort sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Ich bin wirklich gespannt was mich hier noch alles erwartet. Im Moment bin ich wirklich begeistert! Morgen werde ich wohl noch nach Tokio reinfahren.

じゃ、またね。
ジモン (Simon)